Juni

holler klein

argaiv1191

 

Ringel ringel reihe.......
…...sind der Kinder dreie
sitzen unterm Hollerbusch
machen alle Husch Husch Husch.

Wer kennt nicht diesen alten Kinderreim, besonders zu einer Jahreszeit,

in der wir uns gerne in der Natur aufhalten und diese uns mit ihrer Vielfalt immer wieder erfreut.

 

Eines der vielfältigen Kräutlein ist der Holunder, der auch in der Naturapotheke eine große Rolle spielt.
Speziell um Johanni gegessen, soll man kein Fieber, Zahnweh oder sonstige Wehwehchen bekommen.
Hollerkücharl wurden ja nicht nur mit Zimt und Zuckergegessen, sondern auch gerne

mit Gurken-, Kopf- oder gemischten Salat.

Falls man von den vielen süßen Hollerküacherl Magenkrimmen bekam, soll es sich auch bewährt haben,

eine Hollerwurzel auszugraben und aus dem Sud dieser Wurzel einen Tee zu kochen.
Ganz wichtig war, die Wurzel wieder dahinzulegen, wo man sie ausgegraben hat.

Hollerküacherl

 

Damit sich die Kraft der voll erblüten Dolden auf uns überträgt,

mischen wir uns aus folgende Zutaten einen einfachen Pfannkuchenteig:

ca. 12 frische Hollerdolden (möglichst Laus frei, man kann die Dolden ein paar Minuten                        
unters Wasser drücken, bis die Läuse an der Wasseroberfläche schwimmen

und die Dolden dann mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen)
150 gr Mehl; Typ 405 oder 550; gesiebt
2 Eier getrennt

150 ml Bier oder Weißwein, falls Kinder mitessen verwendet man stattdessen Milch
1 TL Öl
etwas Salz
Butterschmalz zum fritieren und Puderzucker zum bestreuen.

Das Eiweiß zu festem Schnee schlagen,
aus Mehl, Bier, Wein oder Milch und Salz glatten Pfannkuchenteig rühren,
Eigelb und Öl unterrühren und zum Schluß den Eischnee unterheben.
Schmalz erwärmen, bis Holzkochlöffel „blasen“  schmeisst. (ca. 180-190 Grad)
Die Blütendolden in den Teig tauchen und im heißem Fett ausbacken.
Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Am besten schmecken sie frisch und heiß.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim nachmachen und an Guad'n

Juli

 

August

knigskerze

Maria Himmelfahrt

Am 15.08. feiern wir in Bayern Maria Himmelfahrt.
Traditionell lässt man während des Gottesdienstes einen Kräuterbuschen weihen.

Welche Pflanzen in unserem Kräuterbuschen sind, ist regional sehr verschieden und ist ja auch abhängig vom Angebot. Er sollte allerdings aus min. 7 verschiedenen Kräuter bestehen.
Als  Zahl sollte man die sogenannten magischen Zahlen verwenden ( 9, 12, 15)

 

In der Mitte ist immer eine Königskerze (auch Muttergotteskerze oder Wetterkerze bekannt, siehe Foto) als Zepter enthalten.

Ein 9er Buschen könnte aus Kamille Anika, Pfefferminz, Tausendgüldenkraut, Wermut, Baldrian, Schafgarbe Johanniskraut und Kamille bestehen.

Diese Kräuter werden zu einem flachen Strauß gebunden und bei Bedarf wurde aus den geweihten Kräutern ein Tee gekocht.
Krankem Vieh wurde der Tee ins Futter gemischt.
Gegen Blitzschlag wurde ein Teil der Königskerze ins offene Feuer geschmissen.

Eine Legende die Maria und die Kräuter verbindet sagt, daß die Apostel beim Öffnen des Grabes wundersamen Kräuterduft wahrnahmen.

 

Von Maria Himmelfahrt bis zum 15. September, dem Tag der Kreuzerhöhung – 30 Tage – nennt man auch „Frauendreissiger“.
In dieser Zeit besinnlichen gehörten Mariengebete und Marienwallfahrten zur Tagesordnung.
Kräuter, in dieser Zeit gesammelt, sollen alle anderen Kräuter an Kraft übertreffen.
Viele dieser Kräuter finden speziell in der Frauenheilkunde Verwendung.
z.B. Frauenmantel, Beifuß, Himbeerblätter oder Schafgarbe.

Früher wurden die Sträuße gern im Stall oder Dachboden aufgehängt.
Heute kann man die schönen Gestecke als Zierde in der Wohnung aufstellen um sich der Fülle, in der wir Leben dürfen, einmal bewusst zu werden.

September
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