fahne1

Zu unserem 115 jährigen Gründungsjubiläum wurde unsere neue Vereinsfahne geweiht. Sie zeigt...

auf der Vorderseite die Kapelle Birkenstein, unten das Cafe Seidl, und ein Trachtenpaar in der original Miesbacher Tracht.
Die Rückseite zeigt 3 Wappen, das Wappen der Gemeinde Oberschleißheim, das Bayernwappen und das Wappen von Fischbachau.
Die im Oberschleißheimer Wappen enthaltenen weißblauen Rauten, heraldisch auch Wecken genannt, bezeichnen die jahrhundertelange Verflechtung des Ortes mit den Wittelsbacher Landesherren, insbesondere seit sich Herzog Wilhelm V. Ende des 16. Jahrhunderts nach Schleißheim zurückzog und ein Herrenhaus sowie mehrere Klausen errichten ließ. Ein Andenken an Max Emanuel (1679 -1726) stellt die Verwendung seines Monogramms im Gemeindewappen dar.
Der Kurfürst ließ 1684/89 Schloss Lustheim und ab 1701 das Neue Schloss Schleißheim erbauen. Das nach alten Vorbildern gestaltete Monogramm enthält ineinander verschränkt die Anfangsbuchstaben von ELECTOR MAX EMANUEL.
Das rechte Wappen ist das von Fischbachau. Schwester Eresta Mayr von den Schulschwestern in Birkenstein konnte uns dies so erklären:
Fischbachau wurde gegründet 1087 von der Gräfin Haziga. Haziga war vermählt mit dem Pfalzgrafen Otto II. von Scheyern und ist somit die älteste Ahnfrau der bayrischen Wittelsbacher. Der obere Teil des Wappens ist aus Elementen des Klosterwappens von Scheyern zusammengesetzt. Der Zickzackbalken der Wittelsbacher und das Wappen der Stifterin Haziga von Aragon mit den Längsstreifen. Der silberne Wellenbalken symbolisiert die Lage des Gemeindegebietes im Leitzachtal. Die edelsteinbesetzte goldene Marienkrone gehört der Muttergottes von Birkenstein. Entworfen wurde dieses Wappen zur 900 Jahrfeier des Ortes Fischbachau im Jahre 1987.

Im Folgenden haben wir versucht, aus beinahe 40 Jahren Erfahrung unseres Hermann Meister sen. einige grundsätzliche Dinge rund um die Fahne zusammen zu tragen.

Bei Festen mit Kirchenbesuch gehen in der Kirche Fähnrich und Fahnenbegleiter in Festtracht mit Schärpen und Hutschnüren.
Die Schärpe geht beim Fähnrich immer von der linken Schulter nach rechts unten und wird dort gebunden.
Bei den Fahnenbegleitern zeigt die Schulter mit der Schärpe immer zur Fahne.
Gesenkt wird die Fahne in der Kirche
einmal beim Einzug vor dem Altar, nur bei der Wandlung, wenn der Segen mit der Monstranz gegeben wird, beim Verlassen der Kirche wird die Fahne nochmals vor dem Altar gesenkt.

Zum Totengedenken bei Festen wird die Fahne beim Lied vom guten Kameraden mit Kranzniederlegung gesenkt.
Bei Beerdigungen gehen der Fähnrich und Fahnenbegleiter in Trauertracht mit schwarzen Schärpen und schwarzen Hutschnüren, die Fahnenspitze wird als Zeichen der Trauer schwarz eingehüllt, es kommen nur wenige Fahnenbänder an die Fahne, Trauerband, ggf. Fahnenmutterband.
Gesenkt wird die Fahne in der Aussegnungshalle,
wenn der Sarg hereingefahren wird, bei Erdbestattung: wenn der Sarg in die Erde gesenkt wird 3 x über dem offenen Grab bei Vereinsangehörigen, nach Pfarrer, Rednern, Kranzniederlegung, nach dem alle teilnehmenden Vereine Ihre Fahnen 3 x am Grab gesenkt haben, nach dem Abschied nehmen durch die Angehörigen.

Volkstrauertag oder Totengedenkfeier:
Grundsätzlich gilt:
Trauertracht, Fahnenspitze schwarz verhüllt, schwarze Schärpen und schwarze Hutschnüre.
Fahne wird gesenkt beim Lied vom guten Kameraden mit Kranzniederlegung.
Fahne wird präsentiert, d.h. Fahne aufrecht in Koppel Bayernhymne Deutschlandhyme, nicht bei großer Gott wir loben dich, ist ein Kirchenlied wie jedes andere auch

Bei Festen ohne Kirchgang gehen Fähnrich und Fahnenbegleiter in Festtracht nur mit Schärpen ohne Hutschnüre. bei den Fahnenbegleitern zeigt die Schulter mit der Schärpe immer zur Fahne. Die Schärpe geht beim Fähnrich immer von der linken Schulter nach rechts unten und wird dort gebunden.

Allgemeines: Fahnenbegleiter:
Die Tradition der Fahnenbegleiter stammt aus einer Zeit, als der Geistliche noch zur Aussegnung des Verstorbenen ins Haus kam. Da die Gemeindemitglieder bereits vom Verstorbenen Abschied genommen hatten, nahm der Pfarrer seine Ministranten mit, die die Gemeinde verkörpern sollten. In Anlehnung an diese Tradition stellen bei uns die Fahnenbegleiter den Verein dar, z. B. in der Kirche, wenn sie im Altarraum zusammen mit dem Fähnrich Aufstellung nehmen.

Die Farbe der Schärpen richtet sich nach der Gegend bzw. Konfession. Grundsätzlich gilt aber, daß immer weiß dabei ist, das beweist die Unschuld. Der weiße Streifen wird immer am Hals getragen. (von weiß blau!)

Fahnenpflege:
je nach Material der Fahne, weiche Bürste mit dem Strich des Materials, evtl. Fahnenband über Wasserdampf aufdämpfen.

Oktober 2007, von Hermann Meister sen..

argaiv1539